Dieses Instrument dient der systematischen Beurteilung von Wertpapieren als Grundlage einer Anlagestrategie. Berücksichtigung finden dabei sowohl fundamentale, charttechnische und marktpsychologische Aspekte der Aktien- oder Rentenanlage. Eine genaue Analyse erlaubt ein gut fundiertes Urteil über die Anlagequalität und damit verbundene Maßnahmen.
Bei diesen Zertifikaten handelt es sich um verschiedene Aktien mit einem unterschiedlichen thematischen Bezug, die in einem Korb zusammengefasst werden. Man investiert hierbei in bestimmte Branchen, Themen oder auch Regionen. Es werden bei Themen-Zertifikaten zwei verschiedene Formen unterschieden. Zum Beispiel gibt es feste Aktiekörbe mit einer Zusammensetzung, die sich während der gesamten Laufzeit nicht verändert und es gibt aktiv gemanagte Produkte. Für die Letzteren fallen natürlich Managementgebühren an.
Dieser Begriff setzt sich aus zwei Wörtern zusammen “Term” für Saison, Termin, Dauer oder Semester und “sheet” in Bedeutung von Beleg oder Formular. Demzufolge ist Termsheet eine schriftliche Festlegung, bzw. ein Angebot von verschiedenen Banken für einen Kredit oder ähnliches. vor dem endgültigen Vertragsabschluss. Das Termsheet ist auch bei anderen Geschäften eine gebräuchliche und rechtsverbindliche Regelung. Beispielsweise können sich bei Emissionsbroschüren zu Zertifikaten unter Umständen Fehler einschleichen. Doch für die Zertifikatsbedingungen ist letztendlich nur das Termsheet maßgebend.
Diese Bezeichnung steht für die Variante eines limitierten Auftrages. Wie die Übersetzung Auftrag zur sofortigen Ausführung oder Annullierung schon vermuten lässt, muss die Order sofort und vollständig ausgeführt werden. Allerdings darf sich die die Orderausführung aus mehreren Teilen zusammensetzen. Sollte die sofortige und vollständige Ausführung nicht möglich sein, wird der Auftrag annulliert oder komplett gelöscht. Eine nachträgliche Änderung der Order ist nicht möglich. Im elektronischen Handelsystem Xetra sind derartige Aufträge üblich und ausführbar.
Tender ist der englische Begriff für Ausschreibung oder Angebot. Das Tenderverfahren ist einer Auktion ähnlich. Wenn dem Markt beispielsweise Liquidität zugeführt werden soll, bietet die Zentralbank Geld in der Regel in Höhe des Leitzinses an. Andere Kreditinstitute können nun ihre Gebote dafür abgeben. Nachdem die Angebotsfrist abgelaufen ist, teilt die Bank solange Geld zu, bis der Gesamtbetrag erreicht ist. Die Bank, die das höchste Gebot abgibt, wird zuerst berücksichtigt. Wenn dem Markt Liquidität entzogen werden soll, bietet die Zentralbank Zinsen über dem üblichen Niveau an. Berücksichtigung finden dieses Mal zuerst Banken mit dem niedrigsten Zinsgebot.
Der Telefonhandel ist ein außerbörslicher Wertpapierhandel über elektronische Systeme oder über das Telefon. Man kann nahezu alle Wertpapiere, Devisen, Aktien oder auch Edelmetalle und andere Waren zwischen den verschiedensten Teilnehmern wie Banken, Kunden oder Skontroführern im Telefonhandel vertreiben. Über die Kurse im Telefonverkehr werden Nutzer über gesonderte Listen informiert. Dabei unterliegt der Telefonverkehr zwar den Regelungen für Effektengeschäfte aber nicht seinen gesetzlichen Aufsichts- und Kontrollregelungen. Die Teilnehmer orientieren sich hierbei an allgemein akzeptierten Handelsusancen.
Unter gewissen Umständen, bzw. in Ausnahmefällen sind Gesellschaften mit vinkulierten Aktien manchmal bereit, im Aktienbuch entweder eine Bank oder eine Vermögensverwaltung treuhänderisch anstelle des tatsächlichen Eigentümers einzutragen. Das bedeutet, gegenüber der Gesellschaft gilt nun der Fiduziar als Aktionär. Allerdings muss der eigentliche Eigentümer dieser vinkulierten Namensaktie auf dem Eintragungsgesuch eindeutig und ausdrücklich bestätigen, dass diese Aktie in seinem wirtschaftlichen und rechtlichen Eigentum steht und er sie nicht für Dritte hält. Unter diesem letzteren Aspekt wäre eine fiduzianische Eintragung nicht möglich und ausdrücklich ausgeschlossen.
Eine Teilausführung wird dann veranlasst, wenn eine erteilte Order auf Grund der Marktlage oder anderer zwingender Gründe nicht ausgeführt werden kann. Dabei kann es bis zum Ende der Gültigkeitsdauer zu mehreren Teilausführungen einer Order kommen. Beim Handelssystem Xetra werden grundsätzlich Kauf- oder Verkaufsaufträge in einzelne Transaktionen aufgeteilt, ganz besonders bei kleinen Werten mit geringer Marktkapitalisierung oder geringem Streubesitz. Beim Xetra -Handel der Frankfurter Börse werden für Teilausführungen keine zusätzlichen Gebühren erhoben. Teilausführungen können sich unter Umständen auch positiv auswirken, wenn beispielsweise ein Teil des Auftrages zu besseren Konditionen ausgeführt werden kann.
Dieser Begriff geht auf Fibonacci, der eigentlich Leonardo de Pisa hieß, zurück. Die Entdeckung einer einzigartigen Zahlenfolge trägt heute den Namen dieses bedeutenden italienischen Mathematikers aus dem 13. Jahrhundert. In der Börsenwelt stellt Fibinacci- Retracement einen Indikator aus drei Linien dar, der hilft, nachfolgende Gebiete der Unterstützung oder des Widerstandes als Bereiche für Trendkorrekturen zu finden. Diese Linien werden angezeigt, indem eine Trendlinie zwischen zwei extremen Punkten eingezeichnet wird (zum Beispiel zwischen dem Tal und gegenüberliegender Spitze). Eine “unsichtbare” vertikale Linie wird durch den zweiten Extrempunkt gezogen und anschließend werden vom ersten Punkt ausgehend drei Trennlinien durch die “unsichtbare” Horizontale mittels des Fibionacci- Niveaus von 38,2 %, 50 % und 61,8 % gezeichnet. Dabei wird das Ende einer Bull-Bewegung nur dann bestätigt, wenn die dritte Linie von einem Schlusskurs durchbrochen wird.
Damit bezeichnet man sozusagen die Zwangsübernahme eines Unternehmens, gegen der Willen des Vorstandes, Aufsichtsrates oder der Belegschaft. In der Regel erfolgt diese Übernahme durch den Aktienkauf des entsprechenden Unternehmens direkt an der Börse. Nach dem Erwerb des nötigen Anteils vom Grundkapital folgt das Übernahmeangebot. Börsennotierte inländische Unternehmen haben dabei den Übernahmekodex der Frankfurter Wertpapierbörse zu beachten. Das übernommene Unternehmen wird integriert und nicht benötigte Teile können meistbietend verkauft, bzw. versteigert werden. Im englischen Sprachgebrauch kennt man diesen Vorgang unter dem Namen “hostile take over”.