Unter der Tilgung versteht man die Rückzahlung oder den Rückkauf von Schuldverschreibungen (festverzinsliche Wertpapiere, Anleihen oder Pfandbriefe) durch den Schuldner an den Gläubiger. Bei gesamtfälligen Anleihen erfolgt die Rückzahlung in einer kompletten Summe, bei Tilgungsanleihen in Raten. Bei der Ratenzahlung müssen sich Schuldner und Gläubiger an einen vorab ausgehandelten und festgelegten Tilgungsplan halten.
Floors sind Finanzinstrumente zur Absicherung sinkender Zinsen, bzw. einer garantierten Zinsuntergrenze die (etwa bei Floating Rate Notes) in den Anleihebedingungen festgeschrieben wird. Dabei wird dem Investor eines so genannten Floors gegen Zahlung einer Prämie eine festgelegte Zinsgrenze (Strike) garantiert. Sollte der Marktzins unter diese Grenze fallen, zahlt der Floor- Verkäufer den entstandenen Differenzbetrag. Floors sind besonders begehrt bei jenen Anlegern, die zwar in Anleihen mit variabler Verzinsung investiert haben, sich aber gegen sinkende Zinsen absichern wollen. Das Gegenstück zum Floor ist der Cap.
Tick bezeichnet die kleinstmögliche Preisänderung des Kurses von Wertpapieren an Kassa- oder Terminbörsen. Besonders stücknotierte Wertpapiere, zu denen beispielsweise Aktien, Optionsscheine, Bezugsrechte und auch Partizipations- und Genussscheine gehören, werden dabei sowohl am Amtlichen Markt als auch am Geregelten Markt oder Freiverkehr mit Sprüngen von nur 0,01 Euro notiert. Wenn der Kurswert des Wertpapiers im Präsenzhandel gleich oder kleiner als 0,25 Euro ist, notiert der Wert in Sprüngen von 0,001 Euro.
Dieser Ausdruck beschreibt variabel verzinsliche Anleihen mit einer Laufzeit zwischen 3 Monaten und 20 Jahren, bei denen der Coupon variabel ist und meist dem Referenzzinssatz angepasst wird. Diese Anpassung an die Geldmarktverhältnisse erfolgt für gewöhnlich alle sechs Monate. In Phasen inverser, bzw. gegenteiliger Zinsstruktur ist die Anlage auf dem Geldmarkt besonders lukrativ, da die Renditen höher sind als bei einer längeren Zinsbindung.
Der Begriff “Throwback” kommt - wie üblich auch aus dem Englischen und bedeutet “Rückblick”. ER gehört zur technischen Aktienanalyse und ist das Gegenteil zum Pullback. Durch den Throwback wird ein Vorgang beschrieben, bei dem eine meist starke Unterstützung/Aufwärtstrendlinie nach unten durchbrochen wird. Das Ergebnis zeigt sich in einem sinkenden Kurs, der aber nach einiger Zeit nach oben dreht, sich wieder der Unterstützung/Aufwärtstrendlinie nähert, um dann wieder in die ursprüngliche Richtung nach unten zu gehen. Die Aufwärtstrendlinie stellt also offensichtlich nur einen Widerstand dar. Dieser Trend deutet somit auf einen dauerhaften Bruch der Unterstützung hin.
Das Theta ist eine spezielle, dynamische Kennzahl, die den Zeitwertverlust eines Optionsscheins innerhalb einer bestimmten, festgelegten Zeitperiode auf Grund der abnehmenden Restlaufzeit erfasst. Der Theta- Faktor konzentriert sich dabei speziell auf den Verfall des Zeitwertes. Bei der so genannten Long Position wird dieser Wert negativ und bei einer Short Position als positiver Wert ausgewiesen. Daraus ergibt sich: Je kürzer die Restlaufzeit einer Option ist, desto größer wird das Theta. Die mathematische Begründung ist hier darin zu suchen, dass bei einer Restlaufzeit von 100 Tagen ein Tag prozentual weniger gewichtet ist als bei einer kürzeren Restlaufzeit von beispielsweise nur noch 10 Tagen.
Der englische Bergriff Flatfee bedeutet im Deutschen soviel wie Pauschalhonorar oder Pauschalgebühr. Er steht dabei in den meisten Fällen für eine Dienstleistung, etwa einen Kauf oder Verkauf über einen Direktbroker. Wofür genau und in welchem Zeitraum von einem Dienstleister ein solcher Flatfee angeboten wird, ist sehr unterschiedlich und nicht genau definiert. Normalerweise fallen neben der Flatfee in der Regel keine weiteren Gebühren und Kosten an.
Darunter versteht der Börsianer ein Standardverfahren an den internationalen Anleihenmärkten. Dabei werden zunächst die Konditionen für die Emission als Bandbreite festgelegt. Anschließend werden die Zeichnungen von den interessierten Investoren entgegengenommen und die Platzierung unter Festlegung der Emissionsrendite, dem so genannten Reoffer Price veranlasst. Die Verkaufsabwicklung erfolgt meist innerhalb weniger Stunden. Dieses verfahren ähnelt in wesentlichen Elementen dem Bookbuildingverfahren bei der Neuemission von Aktien.
Dieser Begriff bezieht sich auf die Nichtausschüttung von Gewinnen. Das bedeutet genauer gesagt, dass die einbehaltenen Gewinne im Unternehmen verbleiben, um bei entsprechendem Kapitalbedarf für Investitionen des Unternehmens und deren Finanzierung genutzt zu werden. Thesaurierende Fonds legen zum Beispiel Gewinne aus Wertpapieren wie Zinsen, Dividenden und Verkaufserlösen sofort wieder in diesen Wertpapieren an.
Unter dieser Bezeichnung verbirgt sich eine von internationalen Währungsfonds entwickelte Aufzählung von Größen, die die Stabilität eines nationalen Finanzsystems widerspiegeln sollen. Sie sind dabei in einem sehr umfangreichen Katalog zusammen gefasst und veranschaulichen sehr eindeutig, wie schwierig es ist, die Finanzstabilität nur mit rein quantitativen Messgrößen und Kennzahlen verständlich darzustellen.