An der Börse werden für verschiedene Leistungen wie etwa die Zulassung zur Teilnahme am Börsenhandel oder die Zulassung und Einbeziehung von Wertpapieren Gebühren erhoben. Die Gebührenordnung regelt die Erstattung dieser Auslagen. Ihre Bestimmungen sind in § 14 des Börsengesetzes geregelt.
Dieser Begriff hat seinen Ursprung im englischen Sprachgebrauch und bedeutet soviel wie “hinzufügen, addieren, hinrechnen oder akkumulieren”. Add gibt an der Börse Auskunft darüber, um wie viel Prozent eine Aktie in einem bestimmten Zeitraum gestiegen ist. Add wird deshalb auch als abgeschwächte aber trotzdem positive Kaufempfehlung von verschiedenen Investmentbanken verwendet. Es soll Anleger dazu bewegen, ihre Bestände aufzustocken.
Dieser Begriff kommt aus dem Englischen und steht für “anhäufen, anreichern oder aufzinsen und akkumulieren”. Es gibt am Börsenmarkt mehrere Begriffe mit ähnlicher Bedeutung wie beispielsweise Buy Undervalued, Trading Buy oder Long Term Buy. Eine Aktie, die von Analysten als akkumuliert bewertet wird, wird sich wahrscheinlich in den kommenden Monaten besser entwickeln als der vergleichbare Branchenindex. Experten nehmen hier meist einen Kursanstieg von 10 bis 25 Prozent an. Anleger, die bereits im Besitz solcher Aktien sind, sollten ihren Bestand dann sinnvoller weise “aufstocken”, aber nicht zu jedem Preis.
Die elektronische Börse ist eine Computerbörse. Hier tätigen die Marktteilnehmer ihre Börsengeschäfte via Computer. Sie treten also nicht, wie beispielsweise bei der Präsenzbörse, persönlich im Börsensaal mit anderen Teilnehmern in Kontakt. Alle Kursermittlungen und Orderabwicklungen erfolgen auf elektronischem Wege über einen Internetzugang, über den Käufer und Verkäufer zueinanderfinden und einen marktgerechten Preis aushandeln. Zu den bekanntesten elektronischen oder Computerbörsen zählen unter anderem die EUREX und die NASDAQ. Bei dieser elektronischen Art von Handel unterscheidet man zusätzlich drei verschiedene Kategorien. Beim Computerunterstützten Handel werden nach vorherigen mündlichen Absprachen lediglich die abgeschlossenen Verträge über den Computer abgewickelt. Beim Computergestützten Handel nutzt man den Computer zusätzlich noch zur Informationsweitergabe und der Computerhandel schlechthin wickelt die kompletten Verhandlungen und Vertragsabschlüsse über das Internet und die elektronischen Börsen ab.
Durch dieses Kapital wird der Vorstand eines Unternehmens in die Lage versetzt, ohne weitere Befragungen in einer Hauptversammlung das Grundkapital der AG durch die Ausgabe neuer Aktien zu erhöhen. Dieses Kapital darf 50 % des gezeichneten Grundkapitals nicht überschreiten. Im Vorfeld muss die Hauptversammlung allerdings einen entsprechenden Beschluss fassen der maximal fünf Jahre Gültigkeit hat. So können sich Aktiengesellschaften sozusagen Kapital auf Vorrat genehmigen lassen das bei Bedarf zur Überbrückung von Engpässen aller Art oder Akquisitionswährung genutzt werden kann.
Hinter diesem Begriff versteckt sich eine Sonderform des Bookbuilding. Diese ist normalerweise als Privatplatzierung ohne die Veröffentlichung eines entsprechenden Verkaufsprospekts gestaltet. Die Zeichnungsfrist für hauptsächlich industrielle Kunden läuft in der Regel nur wenige Tage. Dieses spezielle Verfahren ist besonders auf Grund seiner Schnelligkeit und Flexibilität für volatile, also stark schwankende Märkte geeignet.
Die Abwertung ist eine Maßnahme zur Stabilisierung eines Wechselkurses durch die Notenbank. Das führt letztendlich zu einer Währungsverbilligung am Devisenmarkt. Man verringert dabei den Außenwert der Währung im internationalen Handels- und Zahlungsverkehr, was in Folge zu günstigeren Exporten führt. Im Gegensatz dazu verteuern sich Importe, was sich allerdings ungünstig auf die inländische Preispolitik auswirkt. Das Gegenteil zur Abwertung ist die Aufwertung.
Eine Garantie gehört zu den bürgschaftsähnlichen Kreditsicherheiten bei dem sich ein Garant verpflichtet, für einen bestimmten Erfolg einzustehen oder einen Schaden zu übernehmen, der sich aus einem bestimmten Handel ergeben kann. Im Gegensatz zur Bürgschaft ist die Garantie abstrakt, dass heißt nicht an eine Hauptschuld gebunden. Somit bietet sie dem Kreditgeber noch einen weiteren Sicherheitswert gegenüber der Bürgschaft.
Der Lombardsatz oder Lombardzins ist der Zins, zu dem die Deutsche Bundesbank, bzw. heute die Europäische Zentralbank den Kreditinstituten und Geschäftsbanken gegen Verpfändung bestimmter Wertpapiere und Schuldbuchforderungen kurzfristige Kredite einräumt und damit eine kurzfristige Liquidität verschafft. Die Geschäftsbanken bleiben Eigentümer der verpfändeten Wertpapiere. Dabei liegt dieser Satz entsprechen der Zielsetzung zwischen ein und drei Prozentpunkten über dem Diskontsatz. Der Lombardsatz gilt ebenfalls als Referenzzinssatz für Verträge und Gesetze. Er ist neben dem Diskontsatz der wichtigste geldpolitische Orientierungspunkt der Notenbank und gehört damit zu den festgesetzten Leitzinsen.
Dieser Ausdruck kennzeichnet den Verschuldungsgrad eines Unternehmens und stellt dabei das Verhältnis zwischen dem aufgenommenen Fremdkapital und seinem Eigenkapital dar. Grundsätzlich gilt hier: Je höher der Verschuldungsgrad ist, je größer sind die eingegangenen Risiken. Dabei muss ein hoher Verschuldungsgrad nicht zwangsläufig negativ sein. Mitunter ist die Aufnahme von Fremdkapital für eine Ertragssteigernde Investition durchaus sinnvoll.