Der General Standard beschreibt den Mindest-Transparenzstandard den alle Unternehmen des amtlichen oder des geregelten Marktes erfüllen müssen. Wenn ein Unternehmen zu einem der beiden Marktsegmente zugelassen wird, unterliegt es automatisch dem General Standard. In diesem Standard müssen die Unternehmen nach internationalen Rechnungslegungsstandards, etwa IFRS,IAS oder US-GAAP bilanzieren und mindestens einen Zwischenbericht im Jahr veröffentlichen. Außerdem unterliegen sie der Ad-hoc-Publizität. Die Anforderungen im Prime Standard sind noch höher angesiedelt.
Dieser Begriff steht für eine spezielle Anleiheform Kapitalsuchender Unternehmen. Man unterscheiden zwei Formen, die normale Anleihe und Optionsscheine. Letztere ermöglichen dem Inhaber das Sonderrecht innerhalb einer festgelegten Frist weitere Wertpapiere zu vorab festgelegten Bedingungen zu erwerben. Durch die Emission von Optionsanleihen besteht für börsennotierte Unternehmen außerdem die Möglichkeit, neben dem Fremdkapital später auch Eigenkapital zu akquirieren. Da mit der Optionsanleihe auch ein Bezugsrecht verknüpft ist, bezeichnet man sie ebenfalls als Bezugsrechtsobligation. Sie gehört zu den Sonderformen der Industrieobligationen. Ihrem Anleger verbrieft die Obligationsanleihe Zusatzrechte neben Zins und Tilgung. Der Optionsschein kann außerdem auch getrennt von der Anleihe gehandelt werden.
Additional Margin ist eine zusätzliche Sicherheitsleistung, die ein Inhaber von Optionen oder Futures für potentielle Glattstellungskosten erbringt. Es deckt also alle jene Kosten ab, die bei einer möglichen und zudem ungünstigsten Preisentwicklung (Wost-Case-Loss) innerhalb eines Tages anfallen könnten. Dabei hat der Kontraktinhaber die Margin im Vorfeld an das Clearinghaus zu zahlen.
Man bezeichnet hiermit das Einschleusen illegaler Erlöse in den legalen Finanz- und Wirtschaftskreislauf. Geldwäsche ist nach § 261 des StGB (Strafgesetzbuch) eine strafbare Handlung. Dieses Gesetz regelt das Aufspüren illegaler Gewinne und deren Bekämpfung. Kreditinstitute, Banken, Versicherungen, Spielbanken usw. sind gesetzlich verpflichtet, bei Verdacht auf Geldwäsche eine Verdachtsanzeige bei der zuständigen Strafverfolgungsbehörde zu erstatten.
Diese Investmentfonds investieren überwiegend in Geldmarkttitel und liquide Papiere mit sehr kurzen Laufzeiten. Dazu zählen zum Beispiel außer Termingeldern, Schuldscheindarlehen und Anleihen mit kurzer Restlaufzeit außerdem noch Commercial Papers und Certificates of Deposit - also Einlagen bei Banken. Der Vorteil von Geldmarktfonds gegenüber Termingeldern oder Spareinlagen besteht darin, dass man jederzeit über sein Geld verfügen kann und nicht an vorgeschriebene Fristen gebunden ist.
Mit dem Begriff Adjustment bezeichnet man die Änderung von bereits abgeschlossenen Wertpapiergeschäften. Sämtliche Veränderungen müssen durch die Clearingstelle durchgeführt werden. Geändert werden können dabei zum Beispiel das Konto, das Mitglied, bzw. der Mitgliedsname, die Eröffnung sowie die Glattstellung.
Dieser abstrakte Begriff steht für kurzfristige Guthaben und Kredite, also für Geldgeschäfte vor allem zwischen Kreditinstituten und Banken. Gehandelt werden hierbei Zentralbankguthaben in Form von Tagesgeld, Monatsgeld, Festgeld sowie Geldmarktpapieren. Anleger können an der Börse über Fonds in Geldmarktpapiere investieren und nutzen diese Möglichkeit häufig, um liquide Mittel zu parken.
Unter dieser Spanne versteht man die Entfernung zwischen dem Kauf- und dem Verkaufangebot. Umso niedriger die Spanne ist, desto einheitlicher ist die Einschätzung der Teilnehmer hinsichtlich des Aktienwertes. Üblicherweise wird die Geld-Brief-Spanne in Prozent angegeben und stellt ein weit verbreitetes Maß zur allgemeinen Bewertung der Geld- und Kapitalmarkteffizienz dar. Das bedeutet genauer gesagt, bei einer engen Spanne ist die Marktliquidität hoch und die Transaktionskosten damit entsprechend niedrig.
Der Nennwert einer Aktie zeigt beispielsweise an, mit welchem Anteil ein Aktionär am Grundkapital einer Gesellschaft beteiligt ist. Nach dem Aktiengesetz beträgt der geringste Nennwert ein Euro. Bei Aktien weicht der Nennwert häufig sehr stark vom Kurswert ab. Der Nennwert, auch Nennbetrag oder Nominalwert genannt, ist der auf Münzen und Banknoten, Aktien oder Wertpapieren aufgedruckte Geldbetrag. Ein allerdings entscheidendes Problem ergibt sich, da der Nennwert etwa bei Aktien und Anleihen häufig vom aktuellen Kurswert an der Börse abweicht. Deshalb darf der Nennwert auch nicht mit dem Kurswert eines Wertpapiers am Markt verwechselt werden.
Hierbei handelt es sich um eine Benachrichtigung seitens eines Unternehmens, die alle Aktionäre gleichermaßen erreichen soll. Alle börsennotierten Unternehmen sind gesetzlich nach §15 WpHG (Wertpapierhandelsgesetz) dazu verpflichtet, Nachrichten die den Aktienkurs erheblich beeinflussen können, unverzüglich der Börsengeschäftsleitung und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) zu melden und anschließend allen Aktionären durch Veröffentlichung in einem überregionalen Börsenblatt oder einem elektronischen Informationsportal zugänglich zu machen. Damit soll dem Missbrauch von Insiderkenntnissen entgegengewirkt und eine entsprechende Markttransparenz erreicht werden. Ein Verstoß gegen diese Verpflichtung kann mit hohen Geldbußen geahndet werden. Die im Freiverkehr gehandelten Wertpapiere sind davon allerdings ausgenommen.