Dieser Bericht ist eine gesetzlich vorgeschriebene jährliche Veröffentlichung zur Bilanz und GuV einer Aktiengesellschaft. Er beinhaltet unter anderem den Jahresabschluss, Berichte des Vorstandes und des Aufsichtsrates über den geschäftlichen Verlauf und die Lage der Gesellschaft. Er beschäftigt sich mit der vergangenen, gegenwärtigen und zukünftigen Entwicklung und ist damit eine wichtige Informationsquelle für die Aktionäre. Der Geschäftsbericht muss innerhalb von drei Monaten nach beginn des neuen Geschäftsjahres vom Vorstand erarbeitet und anschließend den Abschlussprüfern vorgelegt werden. Er ist zwar gesetzlich vorgeschrieben, kann aber auch seit jüngster Zeit durch einen Lagebericht und einem einsprechenden Anhang zum Jahresabschluss ersetzt werden.
Das Agio oder Aufgeld (Prämie) bezeichnet die Differenz zwischen dem Nennwert eines Wertpapiers und dem zu zahlenden höheren Kurs. Es wird in Prozent ausgedrückt. Bei Optionsscheinen zeigt das Agio an, um wie viel Prozent der Basiswert bis zu seiner Fälligkeit steigen (Call) oder fallen (Put) muss, damit er dem Käufer keinen Verlust bringt. Je höher das Aufgeld oder Agio ist, umso unattraktiver ist der Optionsschein. Dabei werden der Zeitwert des Optionsscheines und sein Preis ins Verhältnis zum Marktpreis des Basiswertes gesetzt. Das Gegenteil zum Agio ist das Disagio.
Die exakte Bedeutung dieser Buchstaben bedeutet “Absetzung für Abnutzung” und beschreibt den Wertverlust eines bestimmten Wirtschaftsgutes in einer bestimmten Zeit. Es wird nach genauen gesetzlichen Vorschriften berechnet. Mit der AfA wird das zu versteuernde Einkommen gemindert ohne dabei genauere Angaben machen zu müssen. In eigens dafür erstellten Tabellen werden die gewöhnlichen Nutzungsdauern der verschiedensten und gebräuchlichen Wirtschaftsgüter aufgelistet.
Dieses Marktsegment ist seit dem Jahr 1987 zum Handeln von Aktien und Renten von Börsenzulassungsgesetz geschaffen worden. Sowohl der geregelte als auch der amtliche Markt gehören zum gesetzlich geregelten Teil des Börsengeschehens, wobei die Zulassungsbestimmungen im Vergleich zum amtlichen Markt erleichtert sind. Die Preisfeststellung am geregelten Markt erfolgt durch freie Makler. Dabei ergeben sich für den Anleger gegenüber dem amtlichen Markt keine wesentlichen Unterschiede.
Mit dieser Bezeichnung wird ein Wertpapier beschrieben, das sich voraussichtlich überdurchschnittlich besser entwickelt als der Index (Benchmark) indem es enthalten ist. Bei diesen Aktien steigt der Kurs wesentlich stärker an, als der Durchschnitt des Marktes. Hier schätzen Analysten also die Kursentwicklung eines Wertpapiers besser ein als der Gesamtmarkt vermuten lässt. Somit ist der Outperformer eine eindeutige Kaufempfehlung. Der Gegensatz ist hier der Underperformer.
Der Average-Directional-Movement-Index gehört an der Börse zu den Indikatoren der Technischen Analyse und hat dabei zwei entscheidende Funktionen. Mit ihm lassen sich zum einen Stärke und Geschwindigkeit eines Trends messen und zusätzlich gibt er Auskunft über die zu erwartende Marktentwicklung. Eine Trendbewegung liegt zum Beispiel vor, wenn der ADX ansteigt und dabei gleichzeitig mehr als 20 Punkte notiert. Fällt er ab und notiert unter 20 Punkten ist von einer Seitwärtsbewegung auszugehen.
ADL ist ein Börsenbegriff aus der Technischen Analyse und zeigt die grafische Darstellung einer Veränderung des Kurses bei allen Aktien am Markt in einem bestimmten Zeitraum an. Der Advance Decline Index (ADI) drückt die kumulierte Zahl der an einem Tag gestiegenen und gesunkenen Aktien in Prozent aus. So kann man die Gesamtsituation am Aktienmarkt quantitativ erfassen und beurteilen, sowie gegebenenfalls schnell auf ungünstige Trends reagieren. Dabei gilt als Warnsignal, wenn der Index steigt und der ADL fällt, was anzeigt, dass die Kursavancen des Index nur von vergleichsweise wenigen Werten getragen werden und somit der Trend nicht mehr stimmt.
Dieser Begriff beschreibt eine Mischform aus Aktien und Anleihen. Da die Inhalte gesetzlich nicht definiert sind, bieten Genussscheine vielfältigste Gestaltungsmöglichkeiten. Es sind Gewinnbeteiligungspapiere die Vermögensrechte garantieren aber keine Stimmrechte verschaffen. Hierfür gibt es keine festgelegten Standards. Gegebenenfalls kann mit dem Genussschein auch eine Teilnahme am Verlust des Unternehmens vereinbart werden. Hier gibt es in der Regel mehr Zinsen als beim festverzinslichen Wertpapier.
Damit bezeichnet man ein bedingtes Termingeschäft, dass den Käufer berechtigt, jedoch nicht verpflichtet, gegen Zahlung einer Optionsprämie ein Basisobjekt zum sogenannten Basispreis innerhalb einer bestimmten Frist (amerikanische Art) oder zum Ende der Laufzeit (europäische Art) zu kaufen oder zu verkaufen. Das Termingeschäft wurde 1931, im Rahmen der Weltwirtschaftskrise verboten und im Sommer 1970 in vereinfachter Form wieder eingeführt. In der Zwischenzeit hat es verschiedene Veränderungen und auch Verbesserungen gegeben, was die Erleichterung des Optionsgeschäftes betrifft. Hierbei werden im Besonderen Kaufoptionen (Put) und Verkaufsoptionen (Call) unterschieden. Neben Optionsgeschäften in Aktien werden ebenso auch Optionsgeschäfte in Anleihen, Devisen oder Waren durchgeführt.
Diese englische Bezeichnung steht für einen Betrug mit angeblicher Kreditbeschaffungsprovision, einem so genannten Vorkassebetrug. Man versucht hierbei das “Opfer” zur Zahlung von vermeintlichen Vorausgebühren oder anderen angeblichen Kosten zu bewegen. Allerdings wird die versprochene Leistung hierfür in der Regel nie erbracht. Bei der Nigeria – Connection oder entsprechenden Krediten mit ungewöhnlich günstigen Konditionen handelt es sich oft um diese Art von Betrug. Auf dem Finanzmarkt ist immer Vorsicht und Weitsicht geboten!