Valuta (Wertstellung einer Währung) ist ein Sammelbegriff für fremde Währungen und die Wertstellung eines Geschäftes. Ferner ist es die Bezeichnung für das Buchungsdatum von Wertpapieren nach Börsenschluss und der Zeitpunkt der Gutschrift bzw. der Belastung auf dem Bankkonto (per Valuta). Ab diesem Zeitpunkt beginnt auch die Verzinsung. Bei einer Wertstellung von zwei oder drei Tagen handelt es sich um ein Kassageschäft, ansonsten ist es ein Termingeschäft.
Diesen Begriff könnte man ins Deutsche mit “Wert in Gefahr” übersetzen. Er ist im Risikocontrolling der Ausdruck für den maximal möglichen Verlust, der mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit innerhalb eines bestimmten Zeitraumes auftreten kann. Dieser Kontrollwert dient zum Beispiel Banken zur täglichen Messung des Verlustpotentials und der Begrenzung von Risiken, denen Vermögensgegenstände wie Optionen oder Futures durch die ständige Veränderung des Marktpreises ausgesetzt sind. Im Rahmen der Bankenaufsicht wird er auch zur Ermittlung des erforderlichen haftenden Eigenkapitals einer Bank oder eines Kreditinstitutes herangezogen.
Dieser Name ist auch unter dem Begriff “Börsenusancen” bekannt und bezeichnet traditionell entstandene Handelsbräuche, die die allgemeinen Geschäftsgebaren regeln und sich im Verlauf der Börsenentwicklung herausgebildet haben. In Deutschland sind die Usancen zum großen Teil im Börsengesetz festgelegt und weitgehend vereinheitlicht. Dabei gilt der reine Usancenhandel als ein Devisengeschäft, dass in einer anderen als der eigenen Landeswährung abgeschlossen wird, etwa der Kauf von US-$ gegen Yen in London von einer Schweizer Bank.
In diesem Begriff findet man die englisch Bezeichnung für das Herauf- oder Herabstufen von Wertpapieren. Als Upgrade bezeichnet man hierbei beispielsweise, wenn ein Analyst auf Grund günstiger Geschäftszahlen des Unternehmens seine Einschätzung von “halten” in “kaufen” ändert. Der umgehrte Fall tritt dann ein, wenn der Analyst in seiner Bewertung für eine bestimmte Aktie oder ein Unternehmen negativ stimmt.
Hierbei handelt es sich um einen standardisierten, börsengehandelten Terminkontrakt, bei dem sich sowohl Käufer als auch Verkäufer verpflichten, die festgelegte Menge eines Basiswertes bei Fälligkeit zu einem festgesetzten Preis zu liefern oder abzunehmen. Es sind hochliquide Finanzinstrumente. Man unterscheidet bei Futures zwei Positionen: die Long Position, bei der der Käufer sich zur Zahlung und Abnahmen zum Basispreis bei Fälligkeit verpflichtet. Der Inhaber einer so genannten Short Position verpflichtet sich zur Lieferung unter den vereinbarten Bedingungen und erhält dafür den Kaufpreis. Futures grenzen sich vom klassischen Terminmarkt ab, der grundsätzlich eine flexible Gestaltung des Einzelgeschäftes zulässt.
In diesen Kreditinstituten wird im Gegensatz zu den Spezialbanken die gesamte Bandbreite der Bank- und Finanzdienste unter einem Dach angeboten und vereint. In Deutschland gibt es drei Gruppen von Universalbanken: Kreditbanken, Sparkassen und Kreditgenossenschaften. Im Gegensatz dazu sind Spezialbanken zum Beispiel Realkreditinstitute, Bausparkassen oder Kapitalanlagegesellschaften mit einem abgegrenzten Tätigkeitsbereich. In einigen Ländern existiert anstelle der Universalbanken ein gesetzlich reglementiertes Trennbankensystem. So durfte in Den USA im Zeitraum von 1933 bis 1999 das Investment Banking und das Commercial Banking nicht unter einem Dach betrieben werden.
Bei einer Fusion (Schmelzmasse, Verbindung, Vereinigung) verschmelzen mindestens zwei rechtlich und wirtschaftlich selbstständige Unternehmen. Mindestens ein Unternehmen verliert hierbei seine wirtschaftliche Selbstständigkeit durch die Übernahme und das Vermögen wird an das aufnehmende Unternehmen übertragen. Regelungen für Fusionen sind im Aktiengesetz verankert. Über Megafusionen wacht das Bundeskartellamt.
Fungibilität ist eine Bezeichnung die der englischen Sprache entlehnt ist und austauschbar, ersetzbar oder vertretbar bedeutet. Alle Güter, Aktien und Devisen sind fungibel wenn sie leicht handelbar und damit austauschbar sind. An den Börsen können grundsätzlich nur fungible Waren und Werte gehandelt werden. Bei Waren muss eine vorherige Typisierung erfolgen, damit sie die entsprechende Fungibilität erlangen können.
Das Underlying oder der Basiswert, was so viel wie grundlegend oder zu Grunde liegend bedeutet, ist das Bezugsobjekt eines Optionsscheins. Diese Scheine werden auf Aktien, Anleihen, Indizes, Futures und Währungen emittiert. Es gibt konkret lieferbare und fiktive Underlyings. Diese künstlich geschaffenen Basiswerte sind standardisierte Handelsobjekte mit bestimmten Ausstattungsmerkmalen als Bezugsgrößen. Ein Beispiel hierfür ist der Bund-Future. Ihm liegt ein abstrakter Basiswert zu Grunde, eine idealtypische Bundesanleihe mit einer 6 %gen Verzinsung und einer 10 jährigen Laufzeit. Grundsätzlich kann gesagt werden, es können alle Werte die einer Veränderung unterliegen, als Underlying dienen. Dementsprechend gibt es sogar (wen wundert es) Futures auf das Wetter.
Die Fundamentalanalyse ist ein Bestandteil der Finanz- und Effektenanalyse, bei der das Unternehmen anhand von betriebswirtschaftlichen Kennzahlen und Daten bewertet wird. Wichtige Größen bei dieser Bewertungsart sind zum Beispiel die Profitabilität (Gewinn, Umsatz), die Finanzkraft (Cash-Flow, Zinsen), das Kurs-Gewinn-Verhältnis, die Wachstumschancen und nicht zu vergessen die konjunkturellen und steuerlichen Rahmenbedingungen. Diese Informationen dienen den Fundamentalisten zur Einschätzung der Geschäftstätigkeit und deren Rentabilität. Sie versuchen daraus ebenfalls eine künftige Kursentwicklung abzuleiten. Die Fundamentalanalyse ist sehr verbreitet und steht im Gegensatz zur technischen Analyse.