Wandelanleihe

Diese Wandeloption oder englisch convertible Bond, ist eine Unternehmensanleihe, die innerhalb einer bestimmten Frist zu einem festgesetzten Preis gegen Stammaktien eines Unternehmens ausgetauscht werden kann – aber nicht muss. Sie verbriefen also ein Wahlrecht und ist eine Kombination aus Anleihe und Optionsrecht. Der Anleger kann seine Anleihe auch bis zur Endfälligkeit halten und erhält dafür jährlich Zinszahlungen vom Schuldner, der am ende der Laufzeit die Anleihe zurückzahlt. Nun wird der Anteilinhaber also vom Gläubiger zum Unternehmensteilhaber. Die Wandelanleihe hat wegen ihrer Wandlungsmöglichkeit eine niedrigere Verzinsung als andere Anleihen.

WACC

WACC oder Weighted Average Capital Costs ist die Bezeichnung für durchschnittlich gewichtete Kapitalkosten. Dieser Kapitalkostensatz wird bestimmt aus dem Durchschnitt des Zinssatzes auf das in der Bilanz ausgewiesene Fremdkapital und der Verzinsung des Eigenkapitals. Dabei wird der WACC-Faktor zur Diskontierung nachfolgender Periodenüberschüsse (Cash Flow) genutzt. Als Diskontierungsfaktor ist aber auch die Anwendung der durchschnittlichen Kapitalkosten möglich.

Volksaktie

Diese Aktien werden meist im Zuge einer Teilprivatisierung eines staatlichen Unternehmens an Kleinanleger abgegeben. Diese Aktien sind eine eigene Gattung und sind in den 50er Jahren aus der Privatisierungspolitik Ludwig Erhards entstanden. Der Staat wollte sich einerseits von Teilen seines Industriebesitzes trennen und dabei gleichzeitig eine Beteiligung der Bürger an den Unternehmen fördern um die Aktionärsquote zu erhöhen. So wurden neben steuerlich geförderten Belegschaftsaktien erstmals Volksaktien heraus gegeben. Die wichtigsten Volksaktien waren Volkswagen, VEBA und Preussag. Der Deutsche Aktienmarkt erlebte 1990er Jahren eine Neuauflage der Volksaktien mit der Aktie der Deutschen Telekom.

VIX

In den USA wird das Pedant (engl. Anhänger) des VDAX mit dem Kürzel VIX- Index bezeichnet. Er wird von der Chicago Options Exchange seit dem Jahr 1993 berechnet. Dieser Index stellt das weltweite Volatilitätsmaß des größten Kapitalmarktes dar. Er misst die kurzfristige Markterwartung für die zukünftige Schwankungsintensität der Aktienkurse. Er stellt das Maß der so genannten Anleger-Angst dar, welche oftmals mit starker Volatilität (Schwankungsintensität) am Aktienmarkt einhergeht. Er wird jede Minute aus den Realtime -Kursen der Optionen und dem zu Grunde liegenden Index berechnet. So kann man in etwa die Volatilitätserwartung des Marktes während der kommenden 30 Tage rein rechnerisch vorher bestimmen.

Vinkulierte Namensaktien

Namensaktien können meist nicht so einfach übertragen werden wie andere Aktien. Diesem Vorgehen müssen hier die anderen Gesellschafter unbedingt zustimmen. In diesem Fall spricht man von vinkulierten Namensaktien. Der Zweck dieser Übung ist es, anderen Aktionären die Übersicht zu erhalten und damit auch einer möglichen Überfremdung durch den Aktienkauf an der Börse entgegen zu wirken. Namensaktien unterliegen gewissen Einschränkungen wegen notwendiger Umschreibungen, weshalb ihre Handelbarkeit natürlich schwieriger ist. Diese Aktienart ist in Deutschland hauptsächlich bei Versicherungsgesellschaften weit verbreitet.

Vermögenswirksame Leistungen

Diese Geldleistungen gehören beispielsweise zu den tarifvertraglichen vereinbarten Leistungen des Arbeitgebers und stellen den Teil des Arbeitslohnes dar, den der Arbeitgeber für den Arbeitnehmer nach den geltenden Vorschriften des Vermögensbildungsgesetztes anlegt. Für diese Anlage erhalten die Arbeitnehmer innerhalb einer bestimmten Einkommensgrenze eine staatliche Förderung wie zum Beispiel die Arbeitnehmer-Sparzulage. Als weitere geförderte Anlageformen sind das Investmentsparen (die Anlage in Aktienfonds und Beteiligung am Unternehmen des Arbeitgebers) sowie das Bausparen zu nennen.

Verfalltermin

Der Verfalltermin ist der Tag, an dem das definierte Recht im Optionskontrakt zum Kauf oder Verkauf einer Aktie zum Basispreis endet oder erlischt. Danach werden Optionsrechte wertlos. Eine sehr große Bedeutung auf dem Deutschen Aktienmarkt hat der dreifache Verfalltermin der Terminbörse Eurex – bekannt auch unter dem Namen “Hexensabbat”. Viermal im Jahr, jeweils am dritten Freitag im März, Juni, September und Dezember laufen an dieser Börse die Futures- und Optionskontrakte auf den DAX und einzelne Aktien aus und verfallen damit. Dieser “Hexensabbat” fällt international an allen wichtigen Börsen auf denselben Tag, so dass der Verfall auch internationale Aktien, Indizes, Rohstoffe oder Währungen trifft. Erfahrungsgemäß kann es an diesem Tag zu erheblichen Kursschwankungen und einem hohen Handelsvolumen kommen.

Verdeckte Gewinnausschüttung

Schriftlich vereinbarte Ausschüttungen und Vergütungen werden immer steuerlich anerkannt. Außerhalb dieser Abreden liegende Zahlungen gelten als so genannte verdeckte Gewinnausschüttung. Dabei werden sie in der Regel als Vermögensminderung angesehen bzw. definiert da sie nicht mit einer offenen Ausschüttung im Zusammenhang stehen. Bei einer Betriebsprüfung werden deshalb zur Angemessenheitsprüfung der Vertragsverhältnisse im Zweifel Fremdvergleiche herangezogen.

Venture Capital- Gesellschaft

Diese Gesellschaft stellt Jungunternehmen ein Risikokapital, das so genannte Wagniskapital, zur Verfügung und betreut sie zusätzlich unternehmerisch. Die VC-Gesellschaft hat sich auf die Beurteilung und Hilfestellung für junge, innovative Unternehmen aus Wachstumsbranchen mit ungewissen Zukunftsaussichten spezialisiert. Dabei prüft sie Sowohl die Geschäftsidee, die Absatzchancen, das Marktpotential sowie die Managementeignung der Jungunternehmer, bevor es das Risiko- bzw. Beteiligungskapital zur Verfügung stellt. Die Beteiligung der VC-Gesellschaft an diesen Unternehmen dauert in der Regel fünf bis acht Jahre. Daran schließt sich ein so genannter Exit- Weg an, um den Gewinn aus der Anlage zu realisieren.

Varianz

Mit dieser Bezeichnung wird das statistische Maß für das Risiko einer bestimmten einzelnen Anlage oder eines Portefeuilles beschrieben. Man errechnet es aus der Abweichung einzelner Erträge (die wiederum nach verschiedenen Ansätzen berechnet werden) einer bestimmten Periode. Ist dabei die Varianz sehr hoch, bedeutet das ebenfalls ein hohes Risiko.

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