Zeichnungsfrist

Dieser Begriff kennzeichnet eine bestimmte Frist, in der die Anleger bei einer Wertpapieremission ihre Kaufverträge abgeben können. Zeichnen bedeutet, mittels einer schriftlichen Erklärung auf dem Zeichnungsschein einen vorab vereinbarten Betrag neu emittierter Wertpapiere zu übernehmen. Zeichnungsstellen hierbei sind all jene Banken, die die Emission begleiten. Die Zeichnungsfrist beträgt in der Regel ein bis zwei Wochen. Diese Phase wird häufig auch Bookbuilding- Phase genannt. Erst wenn die Zeichnungsfrist abgelaufen ist, werden sowohl der Emissionskurs als auch die Zuteilungsusancen vom Herausgeber der Wertpapiere veröffentlicht.

ZEC

Diese Buchstaben stehen für Zona Especial Canaria, die Abkürzung für eine Kanarische Sonderzone. Es ist ein Niedrigsteuergebiet der Europäischen Union, das innerhalb des Wirtschafts- und Steuersystems der Kanaren geschaffen wurde um die Produktionsstrukturen zu erweitern. Die in der ZEC angesiedelten Gesellschaften genießen steuerliche Vorteile. Das bedeutet: 1 % Körperschaftssteuer, keine Besteuerung von Kapitalübertragungen, Befreiung von der kanarischen Mehrwertsteuer (IGIC) sowie Vergünstigungen bei Gemeindesteuern. Hier gelten, da die Kanaren zu Spanien gehören, das spanische Doppelbesteuerungsabkommen und das Recht der Europäischen Union.

Yellow Book

In der Finanzsprache wird damit die Börsenordnung der Wertpapierbörse in London bezeichnet. Es ist ein festgelegtes Regelwerk für CD-ROMs das seit 1985 besteht und alle Anforderungen in Bezug auf die einzelnen Parameter einer DC-ROM definiert. Diese eindeutige Standardisierung stellt sicher, dass die CD-ROMs weiterhin auf allen gängigen Laufwerken verwendet werden können.

Xontro

Xontro ist eine für den Präsenzhandel bestimmte Börsen- EDV an der Frankfurter Wertpapierbörse. Sie unterstützt den gesamten Handelprozess beginnend vom elektronischen Orderrouting über die maklergestützte Preisbildung bis hin zur kompletten Geschäftsabwicklung. Es überträgt auf elektronischem Wege alle Aufträge vom Wertpapierberater direkt zu den Börsen sowie ins Orderbuch des skontroführenden Maklers. Auch der festgestellte Preis wird sofort in die Informationssysteme übermittelt. Abgeschlossene Geschäfte werden am Ende automatisch in das Abwicklungssystem der Clearstream Banking AG weitergeleitet. Diese EDV ermöglicht grundsätzlich den Handel in allen börsennotierten Wertpapieren und wird deshalb an allen deutschen Börsen eingesetzt.

Xetra- IPO

Für einen Börsenneuling, alle anderen Teilnehmer eingeschlossen, bieten sich gegenüber der konventionellen ersten Preisfindung durch das elektronische Handelssystem Xetra noch eine ganze Reihe weitere Möglichkeiten auf diesem Börsenparkett. So können zum Beispiel Xetra- Handelsteilnehmer überall auf der Welt gleich den Emittenten und Konsortialführern die aktuelle Preisbildung im Xetra- Orderbuch direkt mitverfolgen.

Window- Dressing

Diese Bezeichnung steht für finanzpolitische Maßnahmen zum Zweck, das Unternehmensbild gegenüber dem Bilanzleser zu verbessern ohne die Bilanz selbst zu verfälschen, es bezeichnet somit also eine “Bilanzverschönerung”. Das Windows-Dressing findet auch bei Fonds Anwendung und spielt eine dementsprechende Rolle. Beispielsweise kaufen Fondmanager kurz vor dem Quartalsende noch einmal besonders die Aktien, die schon in ihrem gemanagten Fond haben um sowohl die Kurse als auch die Wertentwicklung durch eine gezielte Order positiv zu beeinflussen. So kann man stichtagbezogen versuchen, eine bessere Fondsperformance ausweisen zu können.

Wertpapierleihe

Hierbei verleiht der Wertpapierbesitzer seine Aktien oder Anleihen zu der Bedingung, dass er nach dem Ablauf der meist sehr kurzen Frist von nur wenigen Tagen Papiere gleicher Art und Güte zurück erhält. Er bekommt für diese Leistung vom Entleiher eine entsprechende Gebühr. Dafür kann dieser in der Zwischenzeit eventuell seine Lieferpflicht erfüllen und im Anschluss die geliehenen Papiere ersetzen. Der Verleiher kann im Gegensatz dazu die Performance seines Depots erhöhen.

Werthaltigkeitstest

Hinter diesem Ausdruck, der übrigens auch Impairmenttest genannt wird, verbirgt sich die komplette Neubewertung des gesamten Unternehmens. Hierbei werden natürlich alle Einzelheiten genauestens unter die Lupe genommen und neu bewertet. Der Werthaltigkeitstest führt in Folge oftmals auch dazu, dass Abschreibungen auf Firmenwerte festgestellt werden. Das kann auch die Beteiligung an Forderungen betreffen.

Währungsreform

Die Währungsreform beschreibt die Neuordnung des Geldwesens eines Staates. Diese Reform erfolgt meist dann, wenn das Geld seine Funktion als Rechnungseinheit sowie Zahlungs- und Wertbewahrungsmittel nicht mehr in vollem Umfang erfüllt. Eine Inflation oder übermäßige Staatsverschuldung ist in der Regel der vorausgehende Grund für eine Währungsreform. Doch zu unterscheiden ist hierbei folgendes: Während bei einer Währungsreform eine Währung meist stark wertgemindert durch eine andere ersetzt wird, erfolgt bei einer Währungsunion (z.B. Europäische Währungsunion) die Werterhaltende Zusammenlegung mehrerer Währung zu einer gemeinsamen neuen Währung.

Wave-Optionsscheine

Hinter dieser Art von Optionsscheinen steckt die Idee in hohen Maße von der Indexbewegung profitieren zu können ohne dabei einem Zeitverlust ausgesetzt zu sein. Die Funktionsweise ist dabei analog dem des Futures mit dem kleinen Unterschied, dass statt der Sicherheitsleistung beim Future eine Knock-out Schwelle einkalkuliert werden muss. Ab diesem Zeitpunkt wären beim Future Nachschusszahlungen erforderlich, so dass größere Verluste entstehen könnten. Beim Turbo, LIF oder Wave geht schlimmstenfalls die Sicherheitsleistung verloren, was bedeutet, dass sich nicht mehr als das eingesetzte Kapital in Luft auflösen kann. Die Stückelung dieser Scheine erlaubt es, auch kleine Positionen aufzubauen und trotzdem eine gute Performance zu erzielen.

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