Lombardsatz
Der Lombardsatz oder Lombardzins ist der Zins, zu dem die Deutsche Bundesbank, bzw. heute die Europäische Zentralbank den Kreditinstituten und Geschäftsbanken gegen Verpfändung bestimmter Wertpapiere und Schuldbuchforderungen kurzfristige Kredite einräumt und damit eine kurzfristige Liquidität verschafft. Die Geschäftsbanken bleiben Eigentümer der verpfändeten Wertpapiere. Dabei liegt dieser Satz entsprechen der Zielsetzung zwischen ein und drei Prozentpunkten über dem Diskontsatz. Der Lombardsatz gilt ebenfalls als Referenzzinssatz für Verträge und Gesetze. Er ist neben dem Diskontsatz der wichtigste geldpolitische Orientierungspunkt der Notenbank und gehört damit zu den festgesetzten Leitzinsen.